Es stimmte alles: Schnee glitzerte auf dem Weg in die Kochana. Eine liebevoll zusammengestellte Advent-Szenerie erwartete dort die Besucher bereits im Foyer.

 
Und weihnachtlich dekorierte Kerzenleuchter zierten die Tische im Saal.
Doch: 
 „Die Kerzen müssen zunächst aus bleiben!" ordnete Günter Weber, Vorstand der Kolpingsfamilie Oedheim bei seiner Begrüßung zum Familienabend anlässlich des Kolping-Gedenktages an.
Denn die volle Aufmerksamkeit sollte zunächst dem Bühnengeschehen gewidmet werden. Und die war den Akteuren des Kolping-Jugendtheaters mit dem Stück „Schneewittchen in der Biotonne“ gewiss.
Schon wie Rumpelstilzchen lässig zu Hip-Hop-Klängen rappend sein Lagerfeuer ins Schlepptau nimmt, zeugt von einer eigenwilligen Inszenierung.
Schneewittchen und die sieben Zwergen ziehen es vor, am Strand von Mallorca zu bleiben. Die Seiten  in Omas Märchenbuch bleiben leer.
"Cool bleiben, Omi, wir werden hier noch ein Ersatz-Schneewittchen finden!"
Die Wahl fällt auf Aschenputtel .
Dornröschen, die jüngste Königstochter und Rapunzel müssen mit der Rolle der bösen Königin vorliebnehmen und erkundigen sich auch fleißig beim Froschkönig als Spieglein an der Wand, wie es um ihre Schönheit steht.
Der böse Wolf als gnädiger Jäger?!
Die Sieben Geißlein  spielen die Sieben Zwerge und nehmen Schneewittchen auf.
Der vergiftete Apfel wirkt.
Wohin nun mit Schneewittchen. An einen gläsernen Sarg hat niemand gedacht. Die Sieben Zwerge erinnern sich ihres Umweltbewusstseins und stecken sie kurzerhand in die Biotonne. "Auch dort sieht sie lebendig aus, und wir können sie überall hin mitnehmen!"
Mitnehmen will sie auch der Prinz, gespielt vom Rumpelstilzchen.
Und wie im richtigen Märchen stolpert auch Rumpelstilzchen, sodass Schneewittchen das vergiftete Apfelstück aus dem Hals rutschte.

Minutenlanger Beifall.

Spielleiterin Gabi Bischoff und Regisseur Andreas Rüdenauer lobten die Einsatzfreude der jungen Spielerinnen und Spieler. Immerhin musste die Gruppe bereits seit Mai wöchentlich zwei Mal proben, um diese Leistung auf die Bühne zu bringen.

Weitere Bilder der Aufführung  >>>

Nikolaus verpasste aufgrund straßenbaubedingter Umleitungen die Aufführung: „Von draus vom Neuenstädter Walde holperte ich her.“

 

 

"Ach, du lieber Nikolaus,
komm ganz schnell in unser Haus ....

 

 

 

 

 

...die großen lässt er laufen,
die können sich was kaufen.
        

Die Chöre ...
... bedankten sich bei Nikolaus mit vorweihnachtlichen Liedbeiträgen.
 

Vorstand Günter Weber ehrte für 60-jährige Mitgliedschaft Franz Götz und Konrad Schirmer. Die beiden singen schon seit Jahrzehnten im Kolpingchor und leisten schon seit jeher wertvolle Dienste, wenn es um Transporte geht. Hugo Herdecker und Karl Nuss sind seit 50 Jahren dabei. Viele erinnern sich noch an ihre aktive Zeiten als Schauspieler des Kolpingtheaters. Nicht auf der Bühne, sondern für die Bühne leistete Gerhard Herold bereits seit 40 Jahren unverzichtbare Dienste. In seinen 40 Jahren Mitgliedschaft war Hans Mosthaf schon mal zweiter Vorstand und ist auch heute noch dabei, wenn es was zu organisieren gibt.

 

Bericht im Mitteilungsblatt >>>                zum Seitenanfang 

Bilder: Gerhard Herold, Alfons Frank