Öhringen, 20. September 2014
Die gesamte Innenstadt war in dieser Nacht eine einzige Bühne. Auch auf Straßen und Plätzen war vieles geboten : Hier ein wandelndes venezianisches Kostümtheater.
Vor dem blauen Saal des Schlosses reihten sich insgesamt 550 Zuschauer ein, um den Beitrag des Kolpingtheaters Oedheim zur 5. Langen Nacht der Kultur ja nicht zu verpassen.

 

       

Was soll auf die Pausen-Pizza? Wie schreibt man Peperoni? Wo bleibt Schulz für die nächste Szene? Und wo bleibt denn endlich der Kaffee? Probleme einer fast typischen Theaterprobe, die schließlich darin gipfeln, dass die Sicherungen durchbrennen. Mit Stefan Schröders Komödie „Das Leben ist eine Einbahnstraße"  sorgte das Kolpingtheater Oedheim, vorwiegend Mitglieder der Jugendtheatergruppe für  Elan auf der Bühne.

Regisseur Bernd Herdecker hat diese Komödie bestimmt nicht als Lehrstück für ...

... Sohn Michael Herdecker betrachtet,
als Lehrstück für einen Regisseur ...

... im Umgang mit exzentrischen Schauspielern und ...

... einem nervenden Bühnentechniker.

Regisseur: "Ist endlich der Kaffe fertig?"

Assistentin: "Nä. der läuft noch!"

 

Regisseur: "Wo waren wir stehen geblieben?"

Souffleuse: "Nimm deine Finger von mir, du Zerrbild eines materialistischen Übervaters.

 

"So kannst Du nicht mit mir reden!"

Die Schauspielerin möchte das letzte Wort haben: "Kann ich da noch einen Satz haben?"
Da Schulz immer noch im Stau steht, muss der Kollege bei der Liebesszene aushelfen.
Wie romantisch!

Und das ganze bei Vogelgezwitscher und ...

... plötzlich einsetzendem Geräusch von Hupen, eines Verkehrsunfalls, Martinshörner.

„Wir dachten, das passt zu einer Einbahnstraße mit gerade einer Massenkarambolage“
Fürs Denken ebenfalls nicht bezahlt wird der Techniker.
Sonst hätten Ersatzsicherungen bestimmt eine vergnügliche Fortsetzung der Probe ermöglicht.
Verdient!
Ganz ohne Strom, dafür mit umso mehr Spannung kamen die Musiker zwischen den Aufführungen aus.
Franz Dopplers Andante und Rondo, Op. 25 hielt das Publikum in heiterer Stimmung.

 

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Fotos: Gerhard Herold

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