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Sonny Boys
Eine Komödie von Neil Simon
Regie: Andreas Rüdenauer

Zehn ausverkaufte Aufführungen zwischen 1. und 26. Januar 2014 in der Kochana, Oedheim.

                                       

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"Es kommt in vier Akten und über zwei Stunden wie es kommen muss: Krieg, Zerfleischung, Herzanfall."
(HSt, 03.01.2014)

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Die  Heilbronner Stimme zur Premiere >>>

Die  Heilbronner Stimme über die Proben >>>

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In diesem Jahr gingen die Eintrittsgelder der Premierenvorstellung zur Hälfte an das Kinderdorf Gidö auf der Insel Nias/Sumatra, die andere Hälfte kommt C·S·H dem Christlichen Sozialwerk Heilbronn e.V. zu Gute – einem Verein, der sich um arme Kinder und Waisen in Ruanda kümmert.

 

 

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Supernova eines Doppelsterns

Gespannt lauschen die Premierenbesucher der Ansage: „Das goldene Zeitalter der Komödie erreichte seinen Zenit mit Größen wie die „Sonny Boys“, ein Doppelstern in der Ruhmeshalle des Varietès. Nach elf Jahren Pause dürfen wir Ihnen heute Abend die beiden Künstler vorstellen!“
Gespannt ist das Publikum deshalb, weil es bereits einige Kostproben des Feuerwerks erlebt hat, zu dem dieses Doppelgestirn fähig ist. Einem Feuerwerk aus missgunstgetriebenen Neckereien und spitzfindigem Wortwitz. Bereits bei der Vorbereitung des „Comebacks“ hält sich Sonny-Boy Willie (von Bernd Herdecker charakterlich voll getroffen) kein bisschen zurück, wenn es darum geht, seinen Partner Al Lewis nieder zu machen. Ohne Erfolg. Denn in dessen Rolle spielt Rolf Römmele die unverletzliche Überheblichkeit voll aus. Schließlich hat es Al in den letzten elf Jahren zu etwas gebracht. Im Gegensatz zu Willie, der in einer herunter gekommenen Pension schon jahrelang auf jeden Mittwoch wartet. Da bekommt er Besuch. Sein Neffe Ben (Thomas Ederle als Fürsorge in Person) versorgt ihn mit Konserven und mit der neusten Ausgabe des Fachjournals „Variety“.
Unter der Regie von Andreas Rüdenauer gelang dem Kolpingtheater Oedheim mit Neil Simons Komödie „Sonny Boys“ wieder eine Inszenierung, der es weder an sprachlichem und körperlichen Ausdruck, noch an spürbarer Spontanität mangelt. So auch erkennbar bei Gabi Bischoff: Als Krankenschwester beherrscht sie souverän ihre Widerstandshaltung gegen die hartnäckigen Anmachen des Pflegefalles Willie: „Wenn ich aufhör, bin ich tot.“
Geschickt integriert wurde das "Gastspiel" des Oedheimer Jugendtheaters. In dessen Händen lag die Studioaufnahme des Sonny-Boy-Auftrittes unter der Regie von Stefan Deckert, der diese Rolle voller Elan ausführte.


Zoff auf der Studio-Bühne: Der Regisseur (re.) muss eingreifen. (Foto: Gerhard Herold)

Weniger Elan, aber umso mehr Geschick setzte Sven Kieweg lasziv tänzelnd in seiner Rolle des Regieassistenten auf Plateausohlen und in Schlaghosen ein. An  Urzeiten bundesdeutscher TV-Comedy ("und find es wunderbar") erinnerte Lena Heinemann in ihrer Rolle als Blondine.
Alles in allem ein Abend voller Esprit, der bei allem Amüsement doch hin und wieder zum Nachdenken respektive Vordenken anregt.
Es gab lang anhaltenden Schlussbeifall.