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Eine Farce in drei Akten  von Philip King


Situationskomik ohne Tempolimit

Rein gar nichts auf der Bühne wird geschont: weder die Zimmertüren noch die Schranktüre, weder das Sofa noch die Haustürklingel, nicht die Schauspieler und erst recht nicht die Lachmuskeln der Zuschauer in der vollbesetzten Oedheimer Kochana. Drunter und drüber geht es in „Lauf doch nicht immer weg!“ einer temporeichen Verwechslungskomödie von Philip King. An Neujahr hatte sie Premiere beim Kolpingtheater Oedheim. Da gibt eine Pointe der anderen sprichwörtlich die Türklinke in die Hand. Und auch der für dieses Theatergenre unverzichtbare Schrank hat Originelleres zu verbergen als - wie gewohnt - ertappte Liebhaber: sei es die Nervenentzündung des Dienstmädchens oder niedliche kleine Kätzchen, von denen der Bischof aufs köstlichste entzückt ist.
Pfarrer Lionel Toop ist verheiratet mit der mittelmäßigen, aber lebenslustigen Ex-Schauspielerin Penelope. Deren unkonventionelle Art wird schon lange von der Gemeindevorsteherin und selbst ernannten Tugenddame Miss Skillon argwöhnisch beäugt und vom Dienstmädchen Ida frech kommentiert. Das geordnete Leben in dem englischen Dorf ist Penelope eindeutig zu ruhig. Da kommt ihr der Besuch ihres ehemaligen Schauspieler-Kollegen Clive gerade recht. Doch als dann auch noch ihr Onkel, der Bischof von Lax, der Ersatz-Pfarrer Humphrey sowie ein ungebetener Gast, der sich als ein entflohener deutscher Kriegsgefangener entpuppt, im Pfarrhaus auftauchen, ist das Chaos perfekt - und am Ende stehen fünf Pfarrer auf der Bühne - doch welcher ist der echte?
Im Grunde ist der Inhalt gar nicht so wichtig. Regisseur Andreas Rüdenauer: „Eine Farce lebt eher vom Slapstick, von der Turbulenz, weniger vom Tiefsinn“. Perfekt inszeniert läuft das Bühnengeschehen wie am Schnürchen. Rhythmus und Timing stimmen aufs i-Tüpfelchen genau. Eine großzügige Menge Klamauk und eine Portion Ironie geben dem Bühnenspektakel das, was ein amüsierwilliges Publikum will. Und es funktioniert ausgezeichnet: anschwellendes Dauerlachen und dankbarer Beifall in den Zuschauerrängen.

Philip King zog es bereits im Alter von 16 Jahren ans Theater. Mit 34 begann er selbst Theaterstücke zu schreiben. LAUF DOCH NICHT IMMER WEG! entstand während seines Militärdienstes im Zweiten Weltkrieg. Die Komödie wurde 1940 in London uraufgeführt und 1976 von Peter Zadek und seinem damaligen Dramaturgen in Bochum deutschsprachig erstaufgeführt. Seitdem zählt sie zu den Komödienklassikern auf deutschen Bühne.

 

 

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Elf ausverkaufte Aufführungen und eine Zusatzvorstellung zwischen  dem 1. und 31. Januar 2016 in der Kochana.

 

Die Eintrittsgelder der Premiere gingen je zur Hälfte an das Kinderdorf Gidö auf der Insel Nias/Sumatra und an die Namibia-UnterstützungVerein für christliche humanitäre Zusammenarbeit.

 

                     

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